Das Klopfen an der Tür

Wenn man so dasitzt, in diesem Café, und auf dich wartet, ist man dennoch glücklich, da man auf dich wartet und sich freut, dass in wenigen Augenblicken schon die Türe aufgehen kann und du in Erscheinung trittst, dich an unseren Tisch setzt und wir uns begrüßen. Ein Frühstück mit dir in Berlin, in einem dieser hippen und schicken Cafés, wo wir noch so eben zwei Plätze an einem kleinen Tisch bekommen haben an diesem Sonntag. Die Sonne lacht leicht dazu, die Menschen sind entspannt, trotz der Weltlage, es geht uns hier ja zu gut, wie einige meinen. Wir quatschen und, vielmehr noch, träumen von der nicht allzu fernen Zeit, auf dass sie bald kommen möge. Wir speisen und lieben den Moment, den wir zusammen haben. Das viel zu volle Lokal stört nicht im Geringsten. Die Paare und die Einsamen um uns herum sind wie ausgeblendet, obwohl man sich fragt, was das für Typen sind. Ein Handy ertönt, es klingt wie ein Klopfen an der Türe, ein Klopfen auf schwerem Holz, und hämmert seltsam intensiv in meinem Herzen, das ständig meint, es hätte ein denkerisches Vorrecht auf die Deutung dieser Welt. Mein Blick geht zur Türe, Menschen kommen und gehen. Und ich warte.

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Tod

Der Gesang schuf
Bilder einer herrlichen Zukunft,
ja, alles wurde getan und geplant
für diese nicht ferne Zeit.

Und plötzlich starb die Melodie
und eine Todesstille ergriff
mein armes, unglückliches Herz.

So muss es eben jetzt leben
oder sterben...
es ist nun gleich...

Hand in Hand, Land für Land...
Ein alter Traum ohne Verstand.

Der Bach verschlang mein Schreien.

Dann wurde es dunkel und still.
Nur ganz nah ein tiefes Rauschen.
Und dieser furchtbare Sehnsuchtsschmerz...
Dann war es wirklich dunkel und still.
Und nichts mehr.

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Der Stille Zärtlichkeit über dem Ozean

Stille und Ferne und Einsamkeit
Gibt es in jedem Lied.
Doch auch fröhliche Heiterkeit.

Dunkles und Helles, Schatten und Licht,
Doch wisse, mein Vogel, und vergesse uns nicht,
ich singe überhaupt nur für Dich.

Das Ende eines Liedes ist der leise
Auftakt, dass etwas Neues entsteht...
mhmm, dass diese Liebe niemals vergeht.
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Melodie des Sonnenaufgangs nach einem Sturm im Frühling

Noch schneller als an-
war sie schon weg-
geflogen mit zwei 
leichten Schwingen,
ab in die Freiheit,
zu neuen Blumen und 
Landen. Langsam fern und ferner...
Wie ein viel zu schöner Schmetterling.

Und doch so schnell, 
dass alles schmerzt.

Diese Stille der
Einsamkeit...
sie wird Heilung und Trost
in der schönen 
Erinnerung sein.

Nie endet der Ruf
des Lebens an alle,
die im Nebel wandern.

Nun an, mein Herz, nimm Abschied: 
Grüß' mir diese Welt und erfreue dich! 
Spiele strahlend dein herrliches Lied!

Und wisse: solange die Sonne aufgeht,
dass diese Liebe niemals vergeht.
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Zeit

Auf ewig 
die Jahre und Stunden
in unserem Herzen,
unsere Zeit 
unvergessen und ungelebt.
Es ist an der Zeit,
es wird sie werden.
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