ligne d’été

Gesagt und versprochen,
und kaum gehalten,
Sommerende,
warst du so schön,
kein Meeresrauschen,
im Untergehen,
vergraben in Zeilen,
verloren 
auf ganzer Linie.
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Heimkehr

An einem frühen Morgen 
kam die Katze und blieb nur kurz.
Sie erinnerte mich an jemanden.
Wir waren fern aller heimatlichen Gestade.
Sie unterbrach mein Schreiben, schnurrte gemütlich, 
zog um den Stuhl herum und verschwand.
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le cri

Die Freiheit
lieben zu können,
liegend auf einer Wiese,
betrachtet man seine Blume,
liegt still, lauscht und atmet,
ein Schrei:
das Herz ist tot!
So ruft der Philosoph aus Griechenland.
Es gibt nur noch Wahnsinn.
Und ein wenig Glück. Irgendwo.
Alles absolut absurd, sonst,
Menschentheater.
Und bei der Blume das Glück.
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Un homme

In einer Bar ein Mann, vor ihm ein Martini, aus der Ferne, irgend so ein modischer Drink, lecker, aber leer, wie die Leere, denn er denkt nur an sie, die anders Einsame und Liebende; die Schummrigkeit der Bar sitzt in diesem Drink, er trinkt sie mit jedem Schluck in seine Einsamkeit hinein. Die FooFighters kämpfen im Hintergrund seines Herzens. Dabei denkt er an Chopin, den er als sehr vitalisierend und modern erlebt hat. …

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foi perdue

Ein Weg am Rand,

allein in der Kälte,

immer vorwärts,

mit allen

Emotionen –

Voraus im Blick,

auch der Kamera,

liegt das offene,

weite, balkanische

Feld.

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