le cri

Die Freiheit
lieben zu können,
liegend auf einer Wiese,
betrachtet man seine Blume,
liegt still, lauscht und atmet,
ein Schrei:
das Herz ist tot!
So ruft der Philosoph aus Griechenland.
Es gibt nur noch Wahnsinn.
Und ein wenig Glück. Irgendwo.
Alles absolut absurd, sonst,
Menschentheater.
Und bei der Blume das Glück.
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Un homme

In einer Bar ein Mann, vor ihm ein Martini, aus der Ferne, irgend so ein modischer Drink, lecker, aber leer, wie die Leere, denn er denkt nur an sie, die anders Einsame und Liebende; die Schummrigkeit der Bar sitzt in diesem Drink, er trinkt sie mit jedem Schluck in seine Einsamkeit hinein. Die FooFighters kämpfen im Hintergrund seines Herzens. Dabei denkt er an Chopin, den er als sehr vitalisierend und modern erlebt hat. …

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Le poète…

« Je dis qu’il faut être voyant, se faire voyant. Le poète se fait voyant par un long, immense et raisonné dérèglement de tous les sens. Toutes les formes d’amour, de souffrance, de folie ; il cherche lui-même, il épuise en lui tous les poisons, pour n’en garder que les quintessences. »

Arthur Rimbaud

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Frankreich

Es fielen die Blätter sehr oft, in ihrer eigenartigen, seltsam morbiden Farbe so viele Jahre hintereinander, bevor es zu dieser Veränderung kam? Auch spielte das Licht in all diesen Jahreszeiten sein eigentümliches Spiel, fiel durch unzählbare, mit Chlorophyll gefüllte und entleerte Blätter und Baumkronen, durch Augenlider, auch durch die geschlossenen. Drang in Gehirne hinein, entwickelte in seinem physischen Rückzug eine biochemisch empfundene Romantik, suchte sich einen gedanklich gefüllten Gefühlsraum, um sich in dunklen Begriffen zu verlieren. Zurück blieb ein einfacher Ort, von dem aus die Welt zu bereisen mehr als verlockend erschien, ja, mehr als das; die Welt und die Vorstellungen von einem besseren Leben, das ja immer möglich ist. Aber als ich dich wiedersah, nach all dieser verdrängten Zeit, gab es einen Knick in dieser Zeitlinie, und nur die Essenzen, Erfahrungsspitzen sind geblieben, der Rest einfach verschluckt von einem Wesen namens Schicksal vielleicht. Diese Reise, wie befreiend doch in allem, wie geheimnisvoll zugleich.

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Die kleine, französische Rose

Dem Königsturme gegenüber, 
halb verwunschen liegt er da,
ein Rosengarten wunderbar.

Die kleine Hand uns führte,
zum wohlen Dufte hin:
Zu seinem grünen Rand
in längst vergessenes Land.

Strahlend blaue Augen
saugten diese Schönheit auf,
wir konnten es kaum glauben,
des Mädchens freien Lauf.

Sie nahm mit jedem Schritte
eine Rose in die Hand,
und mit jedem Tritte
einen neuen Duft sie fand.

Die Blumen uns zu zeigen
war ihr sehr viel Plaisir,
das ist der Kinder eigen
und davon lernen wir.

Sie ließ sie bald alleine
und strahlte selbst wie eine.
Und alle sehr mit ihr.

Dem Königsturme gegenüber,
halb verwunschen liegt er da,
und ruft das Kind in dir.
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