Archiv des Autors: MWJ

Herbstliches

Ein noch grünes Blatt segelt zu Boden, bleibt liegen bei den bereits bunten Blättern des raschelnden Laubs. Es gab keine Vorwarnung. Gelblich-gold glänzte das Glück. Wer hatte gesagt, es sei vergänglich? Der lag jedenfalls nicht falsch. Durch die Rindenjahresringe zärtliche … Weiterlesen

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ligne d’été

Gesagt und versprochen, und kaum gehalten, Sommerende, warst du so schön, kein Meeresrauschen, im Untergehen, vergraben in Zeilen, verloren auf ganzer Linie.

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Heimkehr

An einem frühen Morgen kam die Katze und blieb nur kurz. Sie erinnerte mich an jemanden. Wir waren fern aller heimatlichen Gestade. Sie unterbrach mein Schreiben, schnurrte gemütlich, zog um den Stuhl herum und verschwand.

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le cri

Die Freiheit lieben zu können, liegend auf einer Wiese, betrachtet man seine Blume, liegt still, lauscht und atmet, ein Schrei: das Herz ist tot! So ruft der Philosoph aus Griechenland. Es gibt nur noch Wahnsinn. Und ein wenig Glück. Irgendwo. … Weiterlesen

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Un homme

In einer Bar ein Mann, vor ihm ein Martini, aus der Ferne, irgend so ein modischer Drink, lecker, aber leer, wie die Leere, denn er denkt nur an sie, die anders Einsame und Liebende; die Schummrigkeit der Bar sitzt in … Weiterlesen

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